Stichwort Streuobstwiese

Die Streuobstwiese, regional auch Obstwiese, Bitz oder Bongert genannt, ist eine traditionelle Form des Obstbaus, in Unterscheidung zum Niederstamm-Obstbau in Plantagen. Auf Streuobstwiesen stehen hochstämmige Obstbäume meist unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher Arten und Sorten. Streuobstwiesen sind meist charakterisiert durch eine Bewirtschaftung ohne Einsatz synthetischer Behandlungsmittel.

Quelle: Wikipedia

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Streuobstwiesen bei Krames

Die Streuobstwiesen bei Krames sind von hohem ökologischen Wert.
Die Streuobstwiesen bei Krames

Das Landschaftsbild von Klausen und Umgebung ist geprägt von hochstämmigen Obstgehölzen, die auf den Weiden rund um die Ortschaften einen geschlossenen Obstbaumgürtel bilden.

Der Ortsteil Krames bietet hierfür ein ideales Beispiel, da sich bei ihm dieser Gürtel von Apfel-, Birn-, Kirsch- und Zwetschgenbäumen erhalten hat.

Lücken wurden im Rahmen der Flurbereinigung in den letzten Jahren durch zahlreiche Neupflanzungen wieder geschlossen. Den Menschen bieten diese Bäume den bei der hiesigen Bevölkerung begehrten Most, der für die Erwachsenen zu Viez vergoren wird oder zum Schnaps gebrannt wird.

Zahlreiche Schnapsbrennereien in Klausen tragen so durch die Verwertung des Obstes zur Erhaltung der Obstbäume bei.

Dem lieben Vieh sind die Obstbäume als Schattenspender sehr willkommen.

Im April und Mai zeigen sich die Streuobstwiesen in ihrer weißen Blütenpracht und bilden mit den gelben Löwenzahnblüten auf den Weiden ein eindrucksvolles Bild der Fruchtbarkeit und Schönheit dieser Landschaft.

Im Herbst überrascht die schillernde Blätterfärbung in der goldgelben Sonne und das fleißige Treiben der Kinder und Erwachsenen mit Traktoren, Rüttelstangen, Leitern und Körben zur Ernte des Viezobstes.

Streuobst findet sich auch häufig in Hanglagen, die eine Mahd oder eine Bewirtschaftung anderer Art schwer möglich machen. Besonders für die Tierwelt stellen Streuobstwiesen wichtige Refugien dar: Spitzmaus, Siebenschläfer, Haselmaus, Iltis, Marder, Igel, Eidechsen, Fledermäuse, Schmetterlinge, Käfer, Bienen, Ameisen, Wespen und Spinnen und natürlich die vielen Vogelarten leben hier.

Streuobstwiesen sind in der Regel Extensivflächen im trocken-mageren Bereich und tragen zur Erhöhung der Artenvielfalt im Kulturland bei. Von daher sind sie besonders schützenswert und ein charakteristisches Element unserer Landschaft.

Wer die Produkte des Obstanbaues näher kennen lernen möchte, dem sei ein Besuch in einer der hiesigen Schnapsbrennereien empfohlen. Gerne wird man Ihnen Ihre Fragen beantworten und die Herstellung des Getränks in der Schnapskammer zeigen.