Führung durch Wallfahrtskirche und hebräische Fragmente

Am 22. April 2018, 16:00 Uhr laden der „Freundeskreis der alten Klosterbibliothek der Augustiner-Chorherren in Klausen e.V.“ und die Pfarrgemeinde Klausen alle Interessierten zu einer Reise in das Spätmittelalter ein. Bei der Führung durch die Pfarr- und Wallfahrtskirche und die Klosterbibliothek erhalten Sie Einblicke in das Leben der Augustiner-Chorherren vor 550 Jahren sowie in die Geschichte des Gnadenortes, der bis heute der größte Marien-Wallfahrtsort im Bistum Trier ist. Im Zentrum der 90-minütigen Führung steht dabei zunächst die Wallfahrtskirche, die ca. 1440 von einem Tagelöhner namens Eberhard gegründet wurde und später – möglicherweise aufgrund der Vermittlung durch den Kardinal, Philosophen und Theologen Nikolaus von Kues (1401-1464) – von Augustiner-Chorherren der Windesheimer Kongregation übernommen wurde. In der Folgezeit blühten Kloster und Wallfahrt auf, was sich an vielen Kunstwerken der Kirche, wie z. B. dem spätgotischen Hochaltar von ca. 1480, einem der ältesten, heute noch erhaltenen Antwerpener Schnitzaltäre, zeigen lässt. Im zweiten Teil haben Sie die seltene Gelegenheit die alte Klosterbibliothek der Augustiner-Chorherren zu sehen, die aufgrund der Wandmalereien aus der Zeit der Renaissance zu den bedeutendsten noch erhaltenen Bibliotheksräumen im Rheinland zählt. Bis heute finden sich darin noch einige kostbare Buchschätze aus der Klosterzeit.
Hierzu zählen unter anderem hebräische Fragmente. Diese stammen aus dem 13. oder 14. Jahrhundert und zwar aus hebräischen Handschriften, die wohl in Nordfrankreich angefertigt wurden. Da alle Handschriften Unikate sind, sind auch die hebräischen Handschriften aus Klausen einmalig.

Die Führung erfolgt durch die Experten Pater Albert Seul und Dr. Marco Brösch.
Der Eintritt ist frei - Spenden zum Erhalt der Klosterbibliothek sind willkommen.

05. April 2018