Weitere Informationen

Auf der Webseite der Moseleifel-Touristik erhalten Sie weitere Informationen zum touristischen und kulturellen Angebot in der Verbandsgemeinde Wittlich-Land.

www.moseleifel.de

Museen und Galerien

Eifelheimatmuseum Bergweiler

Das älteste der Museen ist das Eifelheimatmuseum in Bergweiler. Der Pastor von Bergweiler, Gerhard Wax, begann im Jahre 1970 mit dem Sammeln von Zeugnissen bäuerlicher und handwerklicher Kultur aus dem Eifelraum. 1977 eröffnete er im Rahmen des kirchlichen Gemeindezentrums das Heimatmuseum, in dem mittlerweile eine sehr reichhaltige Sammlung von Exponaten zu besichten ist und vergangene Zeiten wach ruft.

Die verschiedensten Gerätschaften des bäuerlichen Lebens sowohl für die Arbeit auf dem Feld, in Wiese und Stall wie auch im Haushalt sind zu besichtigen. Als größere Objekte sind Pflüge und Räder sowie Spritzen und Getreidereinigungsmaschinen ausgestellt.

Ein besonderes Museumsstück ist ein noch funktionsfähiger gußeiserner Backofen. An die handwerkliche Tradition der Eifel erinnern Gerätschaften für den Schreiner, den Wagner, den Schmied, den Schuster sowie Handwerkszeug für die Arbeit im Wald.In den letzten Jahren wurde das Museum dank der sehr guten und intensiven Beziehungen von Pfarrer Wax zur bisherigen französischen Garnison in Wittlich auch um viele Exponate ergänzt, die an die Stationierung der französischen Soldaten in Wittlich erinnern. Insofern dürfte es nicht überraschen, wenn das Bergweilerer Heimatmuseum in Zukunft auch häufiger Besuch aus Frankreich erhält.

Das Museum bietet selbst größeren Gruppen die Möglichkeit, in einer ganz besonderen Atmosphäre zu Gesprächen und Vorträgen Platz zu nehmen.

Nach Vereinbarung mit Pfarrer Wax ist auch eine Bewirtung möglich. Ansprechpartner: Pfarrer Wax, 54518 Bergweiler, Tel. 06571 / 5624

Peter-Zirbes-Haus

Bei dem Museum in Niederkail handelt es sich um das ehemalige Wohnhaus des Eifeldichters Peter Zirbes.
Dieses Haus wurde 1826 von dessen Vater Nikolaus Zirbes errichtet. Ein Brand im Jahre 1901 vernichtete das vorhandene Strohdach und den Dachstuhl. Beim Wiederaufbau wurden die Außenwände etwas aufgestockt, das Dach erhielt eine Ziegeleindeckung.1973 erwarb die damalige Ortsgemeinde Niederkail von den Erben des Dichters das Haus und den weiteren Nachlaß.

Die stilgerechte Restaurierung erfolgte 1980 bis 1982 durch die neu gebildete Ortsgemeinde Landscheid mit Unterstützung des Landesamtes für Denkmalpflege, des Landkreises Bernkastel-Wittlich, der Verbandsgemeinde Wittlich-Land und der Kreissparkasse Bernkastel-Wittlich. Das Gebäude wurde hinsichtlich seiner Höhe und der Dacheindeckung wieder dem Ursprungszustand angepaßt.

Der 1981 gegründete "Peter-Zirbes-Kulturkreis" übernahm zusammen mit der Ortsgemeinde die Betreuung des Hauses. Die bescheidene Größe des Gebäudes mit seiner Originaleinrichtung, insbesondere auch den Möbeln, dokumentiert beispielhaft den Lebensstandard der Niederkailer und Landscheider Händler im 19. Jahrhundert. Heute spiegelt das Wohnhaus genau den Zustand wieder wie er zu Lebzeiten des Dichters (1825 - 1901) bestand. Man betritt das Museum unmittelbar durch die mit einem offenen Kamin ausgestattete Küche und gelangt von dort in die Wohnstube und die Schlafkammer sowie in einen Flurraum.

Im Haus befinden sich Ölgemälde und Zeichnungen von Peter Zirbes sowie Zeitungsartikel, Dankschreiben und Handschriftenbeispiele des Dichters, Fotos von Peter Zirbes und seiner Frau Anna Maria Zirbes sowie Bücher aus dem Nachlaß. Eine Zeichnung stellt den Sohn des Dichters dar, der 1964 verstorben ist.

Darüber hinaus wird mit sparsamen Mitteln die Ortsgeschichte in Verbindung mit dem ambulanten Händlerwesen dargestellt. Einige Tafeln zeigen Fotos von der Entwicklung des Handelsgewerbes. Der Reisepaß für Nikolaus Zirbes und seiner Frau und Sohn Peter, Dokumente des Handelvereins Niederkail und dessen alte Vereinsfahne ergänzen die dokumentarische Ausstattung.

Steingutgeschirr war bis Anfang dieses Jahrhunderts Hauptabsatzware, wurde dann aber nach und nach von Emaillegeschirr, das vorwiegend aus Westfalen stammte, verdrängt. Ab den 60-er Jahren dieses Jahrhunderts erweiterten Kunststoffbehälter das Angebot.

Die Besichtigung des Peter-Zirbes-Hauses ist nach Vereinbarung mit der Ortsgemeinde Landscheid möglich. Ansprechpartner: Ortsgemeinde, 54526 Landscheid, Tel. 06575 / 4253

Dorfmuseum Dierscheid

Das in der Mitte von Dierscheid gelegene Dorfmuseum befindet sich in einer ehemaligen Stellmacherwerkstatt aus dem 19. Jahrhundert. Im Rahmen der Umsetzung des gemeindlichen Dorferneuerungskonzeptes wurde das Gebäude im Jahre 1989 von der Ortsgemeinde gekauft und zwischen 1990 und 1992 als Museum umgebaut und eingerichtet.

Zu besichtigen sind die Werkzeuge von typischen früher im Dorf anzutreffenden Berufen wie Stellmacher, Schreiner, Hufschmied und Schlosser sowie Arbeitsgeräte aus dem Bereich der Landwirtschaft und dem bäuerlichen Haushalt. Ganz besondere Exponate sind eine Fossiliensammlung, römische Funde vom Quellenheiligtum Viktoriaquelle und eine Münzsammlung aus dem 4. Jahrhundert, Relikte alter Wasserleitungen aus Holz (nachweislich datiert von 1645) und aus Blei, sowie die Dokumentation der am Kellerberg bei Dierscheid beginnenden Wasserversorgungslieferung für das Schloß des Grafen Kesselstatt in Dodenburg.

Von Mai bis Oktober ist das Museum jeden Sonntag von 11.00 Uhr bis 12.00 Uhr geöffnet. Ansonsten sind Besichtigungen nach Vereinbarung mit dem Ortsbürgermeister möglich.
Ansprechpartner: Ortsgemeinde, 54523 Dierscheid