Rundgang Pohlbach

Der beschriebene Rundgang durch den Ortsteil Pohlbach dauert rund 60 bis 90 Minuten und startet am Marienbrunnen vor der Wallfahrtskirche.

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Rundgang durch den Ortsteil Pohlbach

Der bekannte Kinderbrunnen befindet sich im Ortsteil Pohlbach.
Kinderbrunnen im Ortsteil Pohlbach

Auch dieser Rundgang beginnt am unterhalb der Wallfahrtskirche gelegenen Marienbrunnen.

Der Weg führt die Eberhardstraße hinab bis zu deren Ende hinter der ehemaligen Bäckerei Turk. Dort wenden wir uns nach rechts in die Trierer Straße und gehen diese entlang, bis wir kurz vor ihrem Ende dem links abzweigenden Bürgersteig folgen. Er führt uns bis zur Straße Auf dem Kordel, die hier an die Richtung Esch führende K51 stößt. Würden wir nun dieser Kreisstraße folgen, so wären wir schon nach wenigen hundert Metern auf der linken Seite am Beginn eines Abschnitts des abwechslungsreichen Naturlehrpfades (weitere zweihundert Meter weiter auf der rechten Seite beginnt übrigens der zweite Abschnitt). Dieser absolut empfehlenswerte Lehrpfad soll jedoch Gegenstand einer gesonderten Schilderung sein. Führungen werden vom Forstrevier Klausen auf Anfrage durchgeführt.
Wir überqueren die K51 und erreichen die Straße Am Waldessaum. Links ist das Feuerwehrgerätehaus zu sehen, daneben befindet sich der Durchgang zum Sportplatz mit angrenzender Festhalle, die für eine Vielzahl von Veranstaltungen und privaten Festen genutzt wird. Rechts der Straße liegt das Neubaugebiet Neuwies und der zweite Sportplatz, der überwiegend für Fußballtraining und Jugendspiele genutzt wird. Wir überqueren die Brücke, die über die Umgehungsstraße führt, und erreichen das Ende der Straße.

Ehemalige Kiesgruben und Pohlbacher Brunnen

Linkerhand führt ein kleiner Weg in Richtung ehemaliger Kiesgruben, die in den 1980er Jahren sorgsam rekultiviert und artenreich bepflanzt wurden. Mittlerweile haben hier selten gewordene Tiere, insbesondere Vögel, eine neue Heimat gefunden. Wir wollen die Bewohner dieses Biotops nicht stören und wenden uns daher nach rechts in die Straße Auf der Rausch.

Hundert Meter weiter geht es links ab die Margarethenstraße hinunter. Nach wenigen Metern passieren wir rechts den Pohlbacher Spielplatz, der wie auch fast alle anderen Klausener Spielplätze von Eltern erstellt wurde.

Weitere fünfhundert Meter später gelangen wir auf eine kleine Kreuzung, wo sich der Pohlbacher Brunnen befindet. Er bildet zwei sitzende Kinder ab und wurde vom Künstler Scherl 1976 geschaffen. Rechts daneben im Anwesen Poststraße 8 befand sich das ehemalige Postgebäude, woher diese Straße auch ihren Namen bezog.

Die Pohlbacher Margarethen-Kirche

Wir gehen die Poststraße in der Verlängerung der Margerethenstraße weiter. Nach wenigen Metern findet sich links ein kleines Biotop mit zwei Parkbänken. Unmittelbar daneben unterquert der Grönbach die Poststraße. Links dahinter befindet sich eine ehemalige Brennerei. Gegenüber der Brennerei beginnt ein Fußweg, der parallel zum Grönbach zur Margarethen-Kirche führt. Dieses Gotteshaus wurde 1888/89 neu errichtet; die an gleicher Stelle befindliche ursprüngliche Pohlbacher Kapelle hatte wegen schlechtem Zustand abgebrochen werden müssen. Zum Leidwesen der Pohlbacher musste beim Neubau ein jahrhundertealter Lindenbaum, eine Art Wahrzeichen des Ortes, ebenfalls diesem Neubau weichen. In der Pohlbacher Kirche finden jeden Donnerstag um 8.30 Uhr sowie während der Margarethen-Kirmes im Juli Gottesdienste statt. Diese Kirmes findet im Wechsel auf dem Platz vor der Margarethen-Kirche oder vor der ehemaligen Brennerei statt.

Rechts hinter der Kirche geht unser Weg weiter: Wir überqueren die Wittlicher Straße und gehen die rechts abzweigende Nebenstraße Zum Rosenthälchen wenige Meter entlang, bis wir uns links in die Straße Im Schock wenden. Der eigentümliche Straßenname lässt sich folgendermaßen deuten: Ein Schock ist eine frühere Maßeinheit und bedeutet fünf Dutzend. In Grundstücksangelegenheiten gab es die Schockzahl, die den geschätzten Wert eines Grundstückes in Schock Groschen angab. Das sogenannte Schock bildete oft auch die Grundlage für die zu entrichtende Landsteuer, darum wurde es auch als Steuerschock bezeichnet, ein Ausdruck, der in anderer Ausprägung auch uns noch ein Begriff ist. Diese alte Wertschätzungskennziffer wird also dieser Straße ihren Namen gegeben haben.

Eine bauliche Besonderheit Pohlbachs ist übrigens an mehreren Häusern Im Schock festzustellen: Die Ziegel-Abschlußsteine unterhalb des Dachgebälks sind abwechselnd vorstehend und bündig zum restlichen Mauerwerk angebracht. Ob dies das Werk eines einzelnen Maurers oder typisch für den Ortsteil ist, konnte leider noch nicht in Erfahrung gebracht werden.

Die alte Schule

Der Anstieg der Straße mündet in der Straße Zum Rosenthälchen, wo wir geradewegs auf das ehemalige Schulgebäude (Hausnummer 4) "Alte Schule" stoßen. Bis 1979 befand sich hier die Grundschule. 1986/87 wurde das Gebäude umfassend renoviert und dient seitdem als Bürgerhaus, unter anderem als Sitzungsraum des Gemeinderates sowie Proberaum für den Musikverein.

Wir gehen nun die Straße Zum Rosenthälchen wieder zurück in Richtung Ortsmitte, an ihrem Ende geht es an der Kreuzung den leicht rechts versetzt geradeaus führenden Weg Im Gäßchen weiter, über eine kleine Brücke über den Grönbach hinüber, bis das Gäßchen in den Wiesenweg endet.

Hier können Sie selbst entscheiden, welchen Weg Sie für den Rückweg bevorzugen:
Wenden Sie sich nach rechts, gelangen Sie nach wenigen Metern auf die Wittlicher Straße und gehen diese bergauf bis zum Ausgangspunkt Marienbrunnen. Hierbei lässt sich ein kleiner Eindruck gewinnen, welche Mühen die nach Klausen Wallfahrenden auf sich nehmen, denn einen Anstieg muß man aus jeder Himmelsrichtung bewältigen, doch das Schlussstück aus dieser Richtung ist besonders anstrengend.

Wer sich beim Wiesenweg nach links wendet, lässt nach zweihundert Metern die Häuser hinter sich, wandert an Feldern und Wiesen vorbei, stößt in einem weiten Rechtsbogen wieder auf die Wittlicher Straße in Höhe der Ortsumgehung und hat von dort noch etwa vierhundert Meter bis zum Marienbrunnen.